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Amazon Brand Stores API: Storefronts automatisieren für Marken-Seller

Amko Amko by Sellercore
31. März 2026 9 Min. Lesezeit

Seit dem 22. Februar 2026 ist die Amazon Brand Stores API offiziell aus der Beta-Phase. Zum ersten Mal können Marken ihre Amazon Storefronts programmatisch verwalten — automatisch, skalierbar und ohne ständiges Klicken in Seller Central. Wir zeigen, was die API kann, für wen sie sich lohnt und wie du sie nutzt.

Amko präsentiert

Was ist die Brand Stores API?

Die Brand Stores API ist Teil der Amazon Ads API und ermöglicht es Marken-Sellern, ihre Amazon Storefronts über Code zu verwalten. Statt manuell in Seller Central Seiten zu bauen, Produkte zu platzieren und Updates einzureichen, erledigst du das alles über API-Aufrufe.

Konkret bedeutet das: Du kannst Software bauen (oder nutzen), die deine Storefront automatisch aktualisiert — neue Produkte hinzufügt, saisonale Änderungen einspielt oder A/B-Tests durchführt, ohne dass jemand manuell eingreifen muss.

📅 Timeline

  • Juni 2025: Brand Stores Management API startet als Beta
  • Januar 2026: Section-Level Performance Metrics (Beta) — granulare Storefront-Analysen
  • 22. Februar 2026: General Availability — API ist offiziell produktionsreif

Wer kann die API nutzen?

Die Brand Stores API steht allen Brand Store Besitzern zur Verfügung:

  • Registrierte Seller mit Amazon Brand Registry
  • Vendoren (Amazon Vendor Central)
  • Managed-Service-Accounts
  • Self-Service-Werbetreibende mit Amazon Ads API Zugang

Voraussetzung ist ein bestehender Brand Store auf Amazon und Zugang zur Amazon Ads API. Wenn du bereits Sponsored Products oder Sponsored Brands über die API steuerst, ist der Schritt zur Brand Stores API minimal.

Was kann die API?

Die Brand Stores API bietet zwei Kern-Funktionalitäten:

1. Inhalte abrufen und aktualisieren

Du kannst alle Produktinhalte und die Produktauswahl über sämtliche Brand Store Seiten programmatisch abrufen und aktualisieren. Das heißt: Produktbilder, Texte, Anordnung — alles steuerbar über Code.

2. Updates zur Moderation einreichen

Änderungen an deinem Brand Store müssen von Amazon moderiert werden. Die API ermöglicht es, diese Updates automatisch einzureichen — inklusive Status-Tracking, ob die Änderung genehmigt oder abgelehnt wurde.

Amko erklärt

Zusammenspiel mit der Brand Home API

Die Brand Stores API arbeitet mit der Brand Home API zusammen. Während die Brand Home API die Homepage-Ebene deiner Storefront verwaltet, deckt die Brand Stores API die einzelnen Unterseiten ab. Zusammen bilden sie eine komplette programmatische Oberfläche für deine gesamte Brand Store Verwaltung.

Storefront-Analysen (NEU)

Seit Januar 2026 gibt es außerdem die Stores Analytics API mit Section-Level Performance Metrics. Damit erhältst du granulare Engagement-Daten für jede Sektion deiner Storefront:

  • Renders: Wie oft wurde eine Sektion geladen?
  • Viewable Impressions: Wie oft wurde sie tatsächlich gesehen?
  • Clicks: Wie oft wurde geklickt?
  • Click-Through-Rate: Wie hoch ist die Engagement-Rate?

✅ Vorteile auf einen Blick

  • Storefront-Verwaltung skalierbar ohne manuelles Klicken
  • Automatische saisonale Updates (Weihnachten, Prime Day, Black Friday)
  • Bulk-Produktaktualisierungen über alle Seiten hinweg
  • Datengetriebene Optimierung mit Section-Level Analytics
  • Integration in bestehende Amazon Ads API Workflows

Praktische Anwendungsfälle

1. Saisonale Storefront-Updates

Stell dir vor, du verkaufst Outdoor-Produkte. Mit der API kannst du automatisch im Frühling die Wander-Kollektion in den Vordergrund rücken, im Sommer die Camping-Ausrüstung und im Winter die Ski-Produkte — alles gesteuert über einen Kalender, ohne manuelles Eingreifen.

2. Neue Produkte automatisch einpflegen

Wenn du ein neues Produkt launchst, kann die API es automatisch auf die relevanten Brand Store Seiten hinzufügen — mit dem richtigen Bild, der richtigen Beschreibung, am richtigen Platz.

3. Multi-Marketplace Management

Wenn du auf mehreren europäischen Marktplätzen verkaufst (DE, FR, IT, ES), kannst du Storefront-Änderungen einmal definieren und über die API auf alle Marktplätze ausrollen.

4. Performance-basierte Optimierung

Mit der Stores Analytics API kannst du automatisch erkennen, welche Sektionen deiner Storefront gut performen und welche nicht. Produkte mit niedriger CTR können automatisch durch besser performende ersetzt werden.

Amko OK

KI-Integration: Amazon Ads MCP Server

Interessant für die Zukunft: Amazon hat Anfang Februar 2026 den Amazon Ads MCP Server als Open Beta gestartet. Dieser ermöglicht es KI-Agenten, über natürliche Sprache mit der Amazon Ads API zu interagieren — inklusive der Brand Stores API.

Das bedeutet: In naher Zukunft könntest du einem KI-Agenten sagen "Aktualisiere meine Storefront für den Prime Day" und der Agent würde die nötigen API-Calls automatisch ausführen. Die Kombination aus Brand Stores API und KI-Agenten macht die Storefront-Verwaltung so einfach wie nie zuvor.

Erste Schritte: So startest du

  1. Brand Registry: Stelle sicher, dass du in der Amazon Brand Registry eingetragen bist und einen aktiven Brand Store hast.
  2. Amazon Ads API Zugang: Beantrage Zugang zur Amazon Ads API über das Amazon Advertising Advanced Tools Center.
  3. API Dokumentation: Lies die offizielle Dokumentation der Brand Stores API im Advanced Tools Center.
  4. Entwickler oder Tool: Entscheide, ob du die API selbst anbinden willst (Entwickler nötig) oder ein Tool nutzt, das die Integration bereits bietet.
  5. Schrittweise vorgehen: Beginne mit dem Abrufen deiner aktuellen Storefront-Daten, bevor du Änderungen vornimmst.

⚠️ Wichtig zu wissen

  • Alle Änderungen durchlaufen weiterhin Amazons Moderationsprozess
  • Die API ersetzt nicht die Brand Registry Voraussetzung
  • Rate Limits gelten — plane deine API-Calls entsprechend
  • Die Stores Analytics API (Section-Level Metrics) ist noch in der Beta-Phase

Fazit: Lohnt sich die Brand Stores API?

Für Marken mit mehr als einem Marketplace, regelmäßigen Sortimentswechseln oder saisonalen Kampagnen ist die Brand Stores API ein echtes Upgrade. Statt stundenlang manuell in Seller Central zu klicken, automatisierst du deine Storefront-Verwaltung und kannst dich auf Strategie konzentrieren.

Für kleinere Seller mit einem überschaubaren Sortiment, das sich selten ändert, ist die manuelle Verwaltung wahrscheinlich weiterhin ausreichend. Aber: Wenn du bereits die Amazon Ads API für PPC nutzt, ist der zusätzliche Aufwand minimal.

Die Kombination aus Brand Stores API, Brand Home API und Stores Analytics API bildet erstmals eine komplette programmatische Infrastruktur für die Amazon Storefront. Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung professionelles, datengetriebenes Store-Management.

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