Case Study

Wie ein Seller seine Buy Box Rate um 47% steigerte

Amko Amko by Sellercore
20. Dezember 2024 5 Min. Lesezeit

Thomas M. betreibt seit 5 Jahren einen Amazon-Shop mit über 2.000 SKUs im Elektronik-Bereich. Seine Buy Box Rate lag bei mageren 38%. Nach 3 Monaten mit einer neuen Repricing-Strategie: 85%. Hier ist seine Geschichte.

+47%
Buy Box Rate
+62%
Umsatzsteigerung
3 Mo.
Zeitraum

Die Ausgangslage

"Ich war frustriert", erzählt Thomas. "Wir hatten gute Produkte, konkurrenzfähige Preise, aber die Buy Box gehörte meist den anderen."

Die Zahlen vor der Optimierung:

  • Buy Box Rate: 38%
  • Durchschnittliche Marge: 18%
  • Monatlicher Umsatz: ~85.000€
  • Repricing: Manuell, 1x pro Woche
Das Hauptproblem: Thomas passte Preise nur einmal pro Woche an. In der Zwischenzeit hatte die Konkurrenz längst reagiert.

Die Analyse

Gemeinsam analysierten wir Thomas' Situation:

Problem 1: Zu langsame Preisanpassungen

Während Thomas einmal pro Woche Preise anpasste, reagierte die Konkurrenz in Minuten. Er verlor die Buy Box oft kurz nach dem Gewinn wieder.

Problem 2: Keine Wettbewerber-Differenzierung

Thomas behandelte alle Wettbewerber gleich. Aber ein FBM-Seller mit 87% Bewertung ist keine echte Konkurrenz für einen FBA-Seller.

Problem 3: Keine Mindestpreise

Um die Buy Box zu gewinnen, senkte Thomas manchmal unter die Profitabilitätsgrenze. Mehr Verkäufe, weniger Gewinn.

Die neue Strategie

Woche 1-2: Setup

Einrichtung von Sellercore mit automatischem Repricing. Definition von Mindestpreisen für alle 2.000+ Produkte basierend auf echten Kosten.

Woche 3-4: Wettbewerber-Segmentierung

Konfiguration der Wettbewerber-Filter: FBM-Seller mit <95% Rating ignorieren. Nur gegen relevante FBA-Seller konkurrieren.

Woche 5-8: Optimierung

Feintuning der Repricing-Regeln. Verschiedene Strategien für verschiedene Produktkategorien. Aggressiver bei Hochdrehern, konservativer bei Nischenprodukten.

Woche 9-12: Skalierung

Ausweitung der erfolgreichen Strategien auf das gesamte Portfolio. Automatisierte Alerts bei Margen-Problemen.

Die Ergebnisse

Nach 12 Wochen sah Thomas' Dashboard komplett anders aus:

Vorher

  • Buy Box Rate: 38%
  • Marge: 18%
  • Umsatz: 85.000€

Nachher

  • Buy Box Rate: 85% (+47%)
  • Marge: 21% (+3%)
  • Umsatz: 138.000€ (+62%)
Das Bemerkenswerte: Die Marge stieg ebenfalls, obwohl mehr Buy Box gewonnen würde. Der Grund: Intelligentes Repricing statt blindem Unterbieten.

Die wichtigsten Learnings

Thomas fasst seine Erkenntnisse zusammen:

  1. "Geschwindigkeit schlägt Preis" - Wer schneller reagiert, gewinnt oft auch mit höherem Preis
  2. "Nicht alle Wettbewerber sind gleich" - Filter auf relevante Konkurrenz anwenden
  3. "Mindestpreise sind heilig" - Lieber die Buy Box verlieren als Geld verbrennen
  4. "Daten schlagen Bauchgefühl" - Entscheidungen auf Basis von Analytics treffen

Fazit

Thomas' Geschichte zeigt: Die Buy Box ist kein Mysterium. Mit der richtigen Strategie und den richtigen Tools kann jeder Seller seine Rate deutlich verbessern.

"Der größte Fehler war zu denken, ich könnte das manuell machen", sagt Thomas heute. "In einem Markt, der sich minütlich ändert, brauchst du Automatisierung."

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