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Daily News 14.04.2026: Zölle, FBA-Zuschlag Countdown & Google KI-Anprobe

Amko Amko by Sellercore
14. April 2026 3 Min. Lesezeit

Die 5 wichtigsten News von heute — kompakt, eingeordnet und mit konkreter Relevanz für DACH-Seller.

Sellercore Daily News 14.04.2026

1Zölle treffen Amazon-Seller hart

Amerikanische Verbraucher absorbieren laut aktuellen Analysen 96 % der Zollkosten — das klingt erstmal gut für Seller, ist es aber nicht. Denn wer seine Preise erhöht um die Zölle weiterzugeben, riskiert den Verlust der Buy Box. Mehrere Seller berichten, dass Amazon den "In den Einkaufswagen"-Button entfernt hat, nachdem sie ihre Preise angehoben hatten.

Das Dilemma ist real: Preise erhöhen kostet die Buy Box und damit 80 % der Verkäufe. Preise halten frisst die Marge. Seller mit China-Sourcing stecken besonders in der Klemme.

Relevanz für DACH-Seller: Wer in den USA verkauft und aus China sourced, muss die Margen komplett neu kalkulieren. Für rein europäische Seller ist der direkte Impact gering — aber die Verschiebung globaler Lieferketten kann Preise auch in der EU verändern.

2FBA Fuel Surcharge: noch 3 Tage

Der 3,5 % Kraftstoffzuschlag auf alle FBA-Gebühren in den USA und Kanada startet am 17. April — in drei Tagen. Pro Einheit sind das durchschnittlich $0,17 mehr. Ab dem 2. Mai gilt der Zuschlag zusätzlich für Buy with Prime und Multi-Channel Fulfillment.

Für High-Volume-Seller summiert sich das schnell: Wer 50.000+ Units pro Monat bewegt, zahlt über $100.000 pro Jahr mehr an Fulfillment-Kosten. Amazon begründet den Zuschlag mit Ölpreisen über $111 pro Barrel.

Handlungsbedarf: Margenkalkulationen für alle US/CA-ASINs JETZT aktualisieren. Besonders kritisch für Produkte mit ohnehin schmalen Margen.
Amko ist gestresst wegen der Gebührenerhöhungen

3Google: KI-Anprobe ab 30. April

Ab Ende April können Konsumenten Kleidung direkt in der Google-Suche virtuell anprobieren. Google integriert die Virtual-Try-On-Technologie von Genlook in die Suchergebnisse. Shopify hat das Tool bereits als App integriert.

Der Effekt: Weniger Unsicherheit beim Online-Kauf, höhere Conversion-Rates und vor allem weniger Retouren — der größte Kostenfresser im Fashion-E-Commerce.

Relevanz für DACH-Seller: Fashion- und Bekleidungs-Seller sollten prüfen, ob ihre Produktbilder den technischen Anforderungen für Virtual Try-On entsprechen. Wer kompatibel ist, bekommt einen Conversion-Vorteil direkt in der Google-Suche.

4FBA Prep Services: endgültig beendet

Amazon hat die FBA Prep und Labeling Services zum 1. Januar 2026 komplett eingestellt. Das bedeutet: Amazon klebt keine FNSKU-Labels mehr, macht kein Polybeutel-Verpacken und keine Etikettierung mehr. Seller müssen das selbst übernehmen oder einen externen Prep-Service nutzen.

Wer seit Jahresanfang Shipments ohne ordentliche Labels an FBA geschickt hat, riskiert Ablehnungen oder Falschzuordnungen im Lager.

Tipp: Prep-Services wie Verpackung, Labeling und Qualitätskontrolle gibt es von Drittanbietern für €0,50-2,00 pro Einheit. Für Seller mit hohem Volumen oft günstiger als es intern zu machen.

5KI macht CRM aktiv statt passiv

Ein neuer ISG-Report (13.04.2026) zeigt: Agentic AI transformiert CRM grundlegend. Statt passiver Datenhaltung orchestrieren KI-Agenten jetzt aktiv Revenue-Prozesse — Predictive Scoring, automatische Segmentierung, selbstständige Follow-up-Sequenzen.

Der Trend geht vom Record-Keeper zum Revenue-Driver. CRM-Systeme werden zu aktiven Vertriebspartnern, die eigenständig erkennen wann ein Lead kaufbereit ist und die passende Aktion auslösen.

Relevanz für DACH-Seller: Wer heute noch Lead-Listen in Excel pflegt, wird von der nächsten Generation automatisierter CRM-Systeme abgehängt. Tools die KI-gesteuert Leads priorisieren und Follow-ups triggern werden zum Standard.

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