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Amazon Seller Central einrichten: Der komplette Guide für den Start

Von der Registrierung bis zum ersten Listing: So richtest du dein Amazon Seller Central Konto Schritt für Schritt richtig ein und umgehst die typischen Fallstricke.

LB
Lena Brandt
Amazon-Strategin
22. Jul 2026 · 11 Min. Lesezeit
Aufgeräumter Schreibtisch mit Laptop, auf dem ein Verkäufer sein Online-Händlerkonto einrichtet
Das Wichtigste in Kürze
  • Wähle den Kontotyp bewusst: Der professionelle Tarif lohnt sich in der Regel ab etwa 40 Verkäufen im Monat, weil die feste Monatsgebühr dann günstiger ist als die Verkaufsgebühr pro Artikel im Einzelanbieter-Tarif.
  • Gib alle Unternehmens-, Steuer- und Bankdaten exakt so ein, wie sie in deinen offiziellen Dokumenten stehen - Abweichungen sind die häufigste Ursache für abgelehnte oder verzögerte Verifizierungen.
  • Entscheide früh zwischen FBA und FBM und richte Versand, Rückgabe und Auszahlungen sauber ein, bevor dein erstes Produkt live geht.

Warum die saubere Einrichtung über deinen Start entscheidet

Der Wunsch, endlich das erste Produkt auf Amazon zu verkaufen, ist groß - und genau deshalb überspringen viele Einsteiger die Grundlagen. Das rächt sich später: Ein falsch gewählter Kontotyp, unstimmige Unternehmensdaten oder fehlende Steuerangaben führen zu Verzögerungen, im schlimmsten Fall zu einer vorübergehenden Sperre des Kontos. Bevor du also loslegst, lohnt es sich, die Einrichtung als eigenständigen Arbeitsschritt zu verstehen und nicht als lästige Hürde.

Seller Central ist die zentrale Verwaltungsoberfläche für alles, was du als Verkäufer auf Amazon tust: Produkte anlegen, Preise pflegen, Bestellungen bearbeiten, Auszahlungen verwalten und Werbung schalten. Je genauer du diese Basis konfigurierst, desto weniger musst du später nachbessern. Dieser Guide begleitet dich von der Vorbereitung der Dokumente über die Registrierung und Verifizierung bis zu den ersten Produkteinstellungen - und zeigt dir die Stolpersteine, an denen die meisten Neulinge hängen bleiben.

Wichtig vorweg: Die konkreten Gebühren, Fristen und Pflichtangaben können sich ändern und je nach Marktplatz und Unternehmensform unterscheiden. Verbindlich ist immer das, was dir dein eigenes Seller Central beim Einrichten anzeigt. Dieser Artikel ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Vorbereitung: Diese Unterlagen brauchst du

Die Registrierung geht deutlich schneller und reibungsloser von der Hand, wenn du alle Dokumente griffbereit hast. Amazon fragt im Laufe des Prozesses nach Nachweisen zu Identität, Unternehmen, Bankverbindung und Steuerstatus. Halte alles als gut lesbaren Scan oder Foto bereit - unscharfe oder abgeschnittene Aufnahmen sind einer der häufigsten Gründe für Rückfragen und verlorene Tage.

Die folgende Liste deckt die typischen Anforderungen ab. Je nach Rechtsform und Land können weitere Unterlagen dazukommen; was in deinem Fall verlangt wird, siehst du direkt im Registrierungsdialog.

1
Ausweisdokument
Gültiger Personalausweis oder Reisepass der vertretungsberechtigten Person.
2
Unternehmensnachweis
Handelsregisterauszug (z. B. bei GmbH oder UG) oder Gewerbeanmeldung bei Einzelunternehmen.
3
Bankverbindung
IBAN eines Geschäftskontos für deine Auszahlungen.
4
Kreditkarte
Gültige Kreditkarte für die Verkäufergebühren.
5
Telefonnummer
Erreichbare Nummer für die Verifizierung per SMS oder Anruf.
6
Steuerangaben
Steuernummer und, falls vorhanden, deine USt-IdNr.
7
Adressnachweis
Aktueller Nachweis wie ein Kontoauszug oder eine Rechnung eines Versorgers.
Alles auf einen Namen
Achte darauf, dass Name und Adresse auf Ausweis, Unternehmensnachweis und Bankkonto zusammenpassen. Kleine Abweichungen - etwa ein abgekürzter Vorname oder eine alte Adresse - können die automatische Prüfung ausbremsen.

Kontotyp wählen: Einzelanbieter oder professionell?

Amazon bietet zwei Verkaufstarife an. Beim Einzelanbieter-Konto zahlst du keine feste Monatsgebühr, dafür fällt pro verkauftem Artikel eine zusätzliche Verkaufsgebühr an. Das professionelle Konto kostet eine feste monatliche Grundgebühr, verzichtet dafür aber auf diese Pro-Artikel-Gebühr und schaltet wichtige Funktionen frei - etwa Zugang zu Werbekampagnen, den Bulk-Upload von Produkten, detaillierte Berichte und die Chance auf die Buy Box.

Die Faustregel: Der professionelle Tarif rechnet sich, sobald du regelmäßig verkaufst - häufig ab rund 40 Artikeln pro Monat, weil die feste Gebühr dann unter den summierten Einzelgebühren liegt. Wenn du planst, ernsthaft und langfristig zu verkaufen, ist das professionelle Konto fast immer die richtige Wahl, allein schon wegen der Zusatzfunktionen. Die genauen Gebührenbeträge findest du tagesaktuell in der Gebührenübersicht deines Marktplatzes; verlasse dich hier nicht auf Zahlen aus dem Internet, sondern auf die offiziellen Angaben.

Ein guter Ansatz für Unentschlossene: Du kannst den Tarif später in den Kontoeinstellungen wechseln. Beginne im Zweifel professionell, wenn du von Anfang an werben und mehrere Produkte listen willst - und stufe zurück, falls dein Volumen doch geringer ausfällt.

Nur ein Verkäuferkonto pro Person
Amazon erlaubt grundsätzlich nur ein Verkäuferkonto pro Verkäufer, sofern kein legitimer geschäftlicher Grund und eine ausdrückliche Genehmigung vorliegen. Ein zweites Konto ohne Erlaubnis kann zur Sperrung beider Konten führen.

Registrierung und Identitätsverifizierung

Die eigentliche Registrierung startest du über die Seller-Central-Startseite deines Marktplatzes. Du legst zunächst ein Konto an und gibst dann Schritt für Schritt deine Unternehmensdaten ein. Der wichtigste Grundsatz dabei: Trage alles exakt so ein, wie es in deinen offiziellen Dokumenten steht. Der eingetragene Firmenname, die Rechtsform, die Adresse und der Name der vertretungsberechtigten Person müssen mit Handelsregister beziehungsweise Gewerbeanmeldung übereinstimmen.

Nach den Stammdaten folgt die Identitätsverifizierung. Amazon prüft, ob du wirklich die Person bist, die du angibst, und ob dein Unternehmen legitim ist. Das geschieht je nach Fall über einen Video-Ident-Termin, über den Upload deiner Dokumente oder über eine Kombination beider Wege. Halte für diesen Schritt deinen Ausweis und einen aktuellen Adressnachweis bereit und sorge für gute Beleuchtung, falls ein Video-Call ansteht.

Rechne damit, dass die Prüfung ein bis mehrere Werktage dauern kann. In dieser Phase ist Geduld gefragt - aber auch Aufmerksamkeit: Wenn Amazon Rückfragen stellt oder zusätzliche Dokumente anfordert, reagiere so schnell wie möglich. Jeder Tag, den eine Anfrage unbeantwortet bleibt, verlängert den Start.

1
Konto anlegen
E-Mail, Passwort und Kontotyp festlegen.
2
Unternehmensdaten
Firmenname, Rechtsform, Adresse und vertretungsberechtigte Person exakt eintragen.
3
Kontaktdaten prüfen
Telefonnummer per SMS oder Anruf bestätigen.
4
Verifizierung
Ausweis und Adressnachweis hochladen oder Video-Ident-Termin wahrnehmen.
5
Freischaltung abwarten
Auf die Bestätigung von Amazon warten und auf Rückfragen zügig reagieren.

Steuerdaten korrekt hinterlegen

Die Steuerangaben sind der Teil der Einrichtung, bei dem sich Sorgfalt am meisten auszahlt - und bei dem du im Zweifel Fachrat einholen solltest. Amazon fragt im Rahmen der Steuerberechnungseinstellungen deine relevanten Daten ab, darunter in der Regel Steuernummer und - sofern vorhanden - deine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Diese Angaben steuern, wie Umsatzsteuer auf deinen Verkäufen behandelt und in Rechnungen ausgewiesen wird.

Ob und ab wann du eine USt-IdNr. brauchst, hängt von deiner Unternehmensform, deinem Umsatz und den Ländern ab, in die du verkaufst. Kleinunternehmer haben andere Pflichten als umsatzsteuerpflichtige Händler, und beim Verkauf über Ländergrenzen hinweg kommen weitere Regeln hinzu. Das ist der klassische Bereich, in dem eine kurze Rücksprache mit einem Steuerberater deutlich mehr Sicherheit bringt als jede Anleitung.

Trage deine Steuerdaten erst ein, wenn du sie geprüft hast, und hinterlege bei Bedarf ein Rechnungsprofil, damit deine Kunden korrekte Belege erhalten. Verbindlich ist auch hier, was dein Seller Central als Pflichtfeld anzeigt - dieser Abschnitt ersetzt keine steuerliche Beratung.

Steuer ist kein Nebenschauplatz
Falsche oder fehlende Steuerangaben können zu Nachforderungen und Kontobeschränkungen führen. Kläre deinen Status - etwa Kleinunternehmerregelung, Regelbesteuerung oder grenzüberschreitende Pflichten - vor dem Start mit einem Steuerberater ab.

Zahlungs- und Auszahlungseinstellungen

Damit dein verdientes Geld bei dir ankommt und deine Gebühren gedeckt sind, hinterlegst du zwei Dinge: ein Bankkonto für Auszahlungen und eine Kreditkarte für die Verkäufergebühren. Die Bankverbindung sollte auf dein Unternehmen laufen und namentlich zu deinen übrigen Angaben passen. Amazon zahlt deine Erlöse in einem festen Rhythmus aus - üblicherweise alle zwei Wochen -, abzüglich der angefallenen Gebühren und einer eventuellen Reserve.

Prüfe die Auszahlungseinstellungen bewusst: Welcher Auszahlungszyklus ist eingestellt, auf welches Konto geht das Geld, und stimmt die Währung? Gerade wenn du später auf weiteren europäischen Marktplätzen verkaufst, lohnt ein Blick darauf, wie Amazon Beträge in Fremdwährung behandelt. Die hinterlegte Kreditkarte wiederum dient als Sicherheit für Monatsgebühr und etwaige Werbekosten - achte darauf, dass sie ausreichend gedeckt und nicht bald abgelaufen ist.

1
Auszahlungskonto
Geschäfts-IBAN hinterlegen, die zu deinen Unternehmensdaten passt.
2
Auszahlungszyklus
Rhythmus prüfen - Standard ist meist eine Auszahlung alle 14 Tage.
3
Gebührenkarte
Gültige, ausreichend gedeckte Kreditkarte für Monatsgebühr und Werbung.
4
Rechnungsprofil
Optional ein Profil für korrekte Kundenbelege einrichten.

Versandeinstellungen: FBA oder FBM?

Eine der wichtigsten Grundsatzentscheidungen bei der Einrichtung betrifft die Logistik. Bei FBM (Fulfillment by Merchant) lagerst, verpackst und versendest du selbst. Du behältst die volle Kontrolle über deinen Bestand und sparst dir die Lagergebühren von Amazon, trägst dafür aber den gesamten Aufwand für Versand und Kundenservice selbst. Bei FBA (Fulfillment by Amazon) schickst du deine Ware an ein Amazon-Lager, und Amazon übernimmt Lagerung, Versand, Retouren und einen Großteil des Kundenservice - dafür fallen Lager- und Versandgebühren an.

FBA bringt einen entscheidenden Vorteil mit: Deine Angebote sind automatisch Prime-fähig, was die Sichtbarkeit und Conversion deutlich erhöhen kann. Der Preis dafür sind laufende Gebühren und weniger direkte Kontrolle über den Lagerbestand. Viele Verkäufer fahren zweigleisig - schnelldrehende Produkte über FBA, sperrige oder empfindliche Artikel über FBM. Wichtig ist, dass du deine Versandregionen, Lieferzeiten und Versandkosten für den FBM-Teil sauber definierst, bevor dein erstes Produkt live geht.

In deinen Versandeinstellungen legst du Versandvorlagen an: In welche Regionen lieferst du, welche Laufzeiten sagst du zu, und was kostet der Versand? Realistische Zusagen sind hier Gold wert, denn verspätete Lieferungen wirken sich negativ auf deine Verkäuferkennzahlen aus. Die Rückgaberegeln kannst du ebenfalls hinterlegen: Amazon gibt einen Standardrahmen vor, du kannst aber kulantere Regeln anbieten und deine Rücksendeadresse hinterlegen.

1
FBA
Amazon lagert und versendet, Prime-fähig, weniger Aufwand, dafür Lager- und Versandgebühren.
2
FBM
Du versendest selbst, volle Kontrolle, keine Amazon-Lagergebühren, aber mehr eigener Aufwand.
3
Versandvorlagen
Regionen, Laufzeiten und Kosten realistisch definieren.
4
Rückgaberegeln
Amazon-Standardrahmen nutzen oder kulantere Regeln plus Rücksendeadresse hinterlegen.
Keine Entscheidung für die Ewigkeit
Du musst dich nicht ein für alle Mal festlegen. Bestehende Angebote lassen sich später von FBM auf FBA umstellen und umgekehrt - starte mit dem Modell, das zu deinem aktuellen Volumen und deiner Zeit passt.

Erste Produkte anlegen

Steht das Konto, kommt der spannende Teil: dein erstes Listing. Grundsätzlich gibt es zwei Wege. Existiert das Produkt bereits im Katalog - etwa weil du eine bekannte Marke weiterverkaufst -, suchst du es über ASIN oder EAN und fügst dein Angebot dem vorhandenen Eintrag hinzu. Du legst dann nur Preis, Bestand und Versandart fest. Ist das Produkt neu oder deine Eigenmarke, erstellst du einen komplett neuen Eintrag mit Kategorie, Titel, Bulletpoints, Beschreibung, Bildern, Preis und Keywords.

Bei einem neuen Listing entscheidet die Qualität über deinen Erfolg. Investiere Zeit in aussagekräftige Produktbilder - mindestens fünf, davon idealerweise eines im Lifestyle-Kontext - und in Texte, die die wichtigsten Vorteile klar herausstellen. Ein sauberer Titel, prägnante Bulletpoints und relevante Suchbegriffe sind der Hebel für Sichtbarkeit und Conversion. Wenn du deine Marke bei Amazon registriert hast, kannst du zusätzlich A+ Content nutzen, um deine Produktseite mit erweiterten Bildern und Modulen aufzuwerten.

1
Bestehendes Produkt
Über ASIN oder EAN suchen und eigenes Angebot hinzufügen.
2
Neues Produkt
Kategorie, Titel, Bulletpoints, Beschreibung, Bilder, Preis und Keywords selbst anlegen.
3
Bilder
Mindestens fünf hochwertige Aufnahmen, eine davon im Lifestyle-Kontext.
4
Texte und Keywords
Vorteile klar benennen, relevante Suchbegriffe sauber einbauen.

Rechenbeispiel: Ab wann lohnt der professionelle Tarif?

Damit der Kontotyp-Vergleich greifbarer wird, hier ein vereinfachtes Zahlenbeispiel. Alle Werte sind ausdrücklich frei gewählte Beispielwerte zur Veranschaulichung der Logik - sie sind keine offiziellen Gebühren. Die tatsächlichen Beträge siehst du verbindlich in der Gebührenübersicht deines Marktplatzes.

Angenommen, das Einzelanbieter-Konto kostet eine zusätzliche Gebühr von 0,99 € pro verkauftem Artikel, und das professionelle Konto kostet 39 € pro Monat ohne diese Pro-Artikel-Gebühr (beides Beispielwerte). Dann liegt der Break-even bei 39 € geteilt durch 0,99 €, also bei rund 40 Artikeln pro Monat.

Verkaufst du im Beispiel 30 Artikel, zahlst du als Einzelanbieter etwa 29,70 € an Pro-Artikel-Gebühren - günstiger als die 39 € Monatsgebühr. Bei 60 Artikeln wären es dagegen rund 59,40 €, also deutlich mehr als der feste Tarif. Ab etwa 40 Verkäufen kippt die Rechnung zugunsten des professionellen Kontos - und das ganz ohne die Zusatzfunktionen wie Werbung und Bulk-Upload, die den professionellen Tarif für ernsthafte Verkäufer ohnehin attraktiv machen. Rechne diese Schwelle unbedingt mit den echten, aktuellen Gebühren deines Marktplatzes nach.

Beispielwerte, keine echten Gebühren
Die Zahlen 0,99 € und 39 € dienen nur der Veranschaulichung. Prüfe die gültigen Beträge immer in deinem Seller Central, bevor du eine Entscheidung triffst.

Häufige Stolpersteine bei der Kontoeröffnung

Die meisten Probleme beim Start sind hausgemacht und lassen sich mit etwas Vorbereitung vermeiden. Ganz oben stehen unstimmige Daten: Weicht der Name auf dem Ausweis vom Handelsregistereintrag oder dem Bankkonto ab, gerät die Verifizierung ins Stocken. Ebenso häufig sind unscharfe oder unvollständige Dokumentenscans, die Amazon nicht akzeptiert.

Ein weiterer Klassiker ist die zu langsame Reaktion auf Rückfragen. Wenn Amazon während der Prüfung zusätzliche Nachweise anfordert, zählt jeder Tag. Wer die Nachricht im Postfach übersieht, verlängert den Start unnötig. Auch der Kontotyp wird oft übereilt gewählt - entweder verschenkt man mit dem Einzelanbieter-Konto Funktionen, oder man zahlt die Monatsgebühr, obwohl das Volumen sie noch nicht rechtfertigt. Und schließlich unterschätzen viele die Steuerangaben und die Versandeinstellungen: Falsche Steuerdaten führen zu Problemen, unrealistische Lieferzusagen zu schlechten Kennzahlen.

1
Unstimmige Daten
Namen und Adressen auf allen Dokumenten vorab abgleichen.
2
Schlechte Scans
Dokumente vollständig, scharf und gut beleuchtet einreichen.
3
Langsame Reaktion
Postfach im Blick behalten und Rückfragen sofort beantworten.
4
Falscher Kontotyp
Volumen realistisch einschätzen und Tarif bewusst wählen.
5
Steuer und Versand
Steuerstatus klären und Lieferzeiten realistisch zusagen.
Gut vorbereitet ist halb verkauft
Wenn du Dokumente, Daten und Entscheidungen vor der Registrierung ordnest, läuft die Kontoeröffnung meist in wenigen Tagen durch - und du kannst dich früher auf deine Produkte konzentrieren.

Fazit: Sorgfalt am Anfang zahlt sich aus

Die Einrichtung von Seller Central ist keine Raketenwissenschaft, aber sie belohnt Genauigkeit. Wer den Kontotyp bewusst wählt, seine Unternehmens-, Steuer- und Bankdaten exakt hinterlegt, die Verifizierung zügig durchläuft und Versand- sowie Rückgaberegeln durchdacht konfiguriert, legt ein solides Fundament. Auf dieser Basis kannst du dich anschließend auf das konzentrieren, worauf es ankommt: gute Produkte, überzeugende Listings und zufriedene Kunden.

Denke daran, dass sich Gebühren, Fristen und Pflichtangaben ändern können und je nach Marktplatz und Unternehmensform unterscheiden. Verbindlich ist immer dein eigenes Seller Central, und bei steuerlichen oder rechtlichen Fragen ist eine Fachberatung durch nichts zu ersetzen. Wenn du diese Punkte beachtest, steht deinem Start auf Amazon nichts im Weg.

Sobald dein Konto steht, geht es an das Tagesgeschäft - und genau dort hilft dir Sellercore. Von der Analyse deiner Verkaufsdaten über die Preisgestaltung bis zur Werbung bündelst du alle wichtigen Werkzeuge an einem Ort und startest von Anfang an strukturiert statt aus dem Bauch heraus.

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Häufige Fragen

Wie lange dauert die Einrichtung eines Amazon-Verkäuferkontos?
Die eigentliche Registrierung ist in ein bis zwei Stunden erledigt, wenn du alle Dokumente bereithältst. Die anschließende Identitäts- und Unternehmensverifizierung durch Amazon dauert in der Regel ein bis mehrere Werktage. Werden zusätzliche Nachweise angefordert, verlängert sich der Prozess entsprechend - schnelles Reagieren auf Rückfragen verkürzt ihn wieder.
Brauche ich ein Gewerbe, um auf Amazon zu verkaufen?
Wer regelmäßig und mit Gewinnabsicht verkauft, betreibt in aller Regel ein Gewerbe und muss dieses anmelden. Amazon fragt im Registrierungsprozess nach einem entsprechenden Nachweis. Ob und in welcher Form eine Anmeldung nötig ist, hängt von deiner konkreten Situation ab - das kläre am besten vorab mit deiner Gemeinde oder einem Berater. Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung.
Welcher Kontotyp ist für Einsteiger besser?
Das hängt vom geplanten Volumen ab. Der Einzelanbieter-Tarif ohne Monatsgebühr passt zum vorsichtigen Ausprobieren mit wenigen Verkäufen. Der professionelle Tarif lohnt sich, sobald du regelmäßig verkaufst - oft ab etwa 40 Artikeln im Monat - und schaltet zusätzlich Funktionen wie Werbung und Bulk-Upload frei. Den Tarif kannst du später in den Einstellungen wechseln.
Was ist der Unterschied zwischen FBA und FBM?
Bei FBA (Fulfillment by Amazon) lagert, verpackt und versendet Amazon deine Ware und übernimmt einen Großteil des Kundenservice; deine Angebote sind dadurch Prime-fähig, es fallen aber Lager- und Versandgebühren an. Bei FBM (Fulfillment by Merchant) erledigst du Lagerung und Versand selbst, behältst mehr Kontrolle und sparst Amazon-Lagergebühren, trägst dafür aber den vollen operativen Aufwand.
Welche Steuerdaten muss ich hinterlegen?
In der Regel fragt Amazon Steuernummer und - sofern vorhanden - deine USt-IdNr. ab und nutzt diese Angaben für die Umsatzsteuerbehandlung. Ob du eine USt-IdNr. brauchst und welche Pflichten für dich gelten, hängt von Unternehmensform, Umsatz und Verkaufsländern ab. Weil hier viel schiefgehen kann, solltest du deinen Steuerstatus vor dem Start mit einem Steuerberater klären - dieser Artikel ist kein Ersatz für eine Steuerberatung.
Kann ich mehrere Verkäuferkonten führen?
Grundsätzlich erlaubt Amazon nur ein Verkäuferkonto pro Verkäufer. Ein weiteres Konto ist nur mit legitimem geschäftlichem Grund und ausdrücklicher Genehmigung zulässig. Wer ohne Erlaubnis mehrere Konten betreibt, riskiert die Sperrung aller betroffenen Konten. Verbindlich sind die jeweils aktuellen Richtlinien in deinem Seller Central.
LB
Lena Brandt · Amazon-Strategin
Schreibt bei Sellercore über Amazon-Strategie, Automatisierung und E-Commerce.

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