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Bestandsplanung mit Excel für Amazon-Seller: Formeln, Reichweite & Nachbestellpunkt

So planst du deinen Amazon-Bestand mit einer einfachen Excel-Tabelle: Reichweite, Nachbestellpunkt, Sicherheitsbestand und Saisonalität Schritt für Schritt erklärt.

MK
Markus Klein
Head of Content
22. Jul 2026 · 11 Min. Lesezeit
Laptop mit einer Bestandsplanungs-Tabelle in Ampelfarben neben Versandkartons auf einem hellen Schreibtisch
Das Wichtigste in Kürze
  • Der durchschnittliche Tagesabsatz ist die Basis jeder Bestandsplanung – alle weiteren Formeln bauen darauf auf.
  • Nachbestellpunkt = Tagesabsatz mal (Lieferzeit plus Sicherheitsbestand-Tage): Fällt der Bestand darunter, wird bestellt.
  • Saisonalität und Nachfrageschwankungen musst du aktiv einplanen, sonst führen starre Werte zu Stockouts oder Überbestand.

Warum Bestandsplanung über deinen Amazon-Erfolg entscheidet

Gutes Bestandsmanagement entscheidet bei Amazon oft über Erfolg oder Misserfolg. Läuft ein Bestseller leer, verlierst du nicht nur Umsatz, sondern auch organisches Ranking und Bewertungen-Momentum – und beides zurückzuholen kostet deutlich mehr Zeit und Geld, als der Stockout an direktem Umsatz gekostet hat. Umgekehrt bindet zu viel Ware unnötig Kapital, verursacht Lagergebühren und kann bei FBA sogar zu Zuschlägen für Langzeitlagerung führen.

Die gute Nachricht: Für einen sauberen Einstieg brauchst du keine teure Spezialsoftware. Eine gut aufgebaute Excel- oder Google-Tabelle mit ein paar Grundformeln bringt dich erstaunlich weit. In diesem Guide zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du Reichweite, Nachbestellpunkt, Sicherheitsbestand und Saisonalität planst – mit konkreten, aber ausdrücklich als Beispiel gekennzeichneten Formeln, die du direkt übernehmen kannst.

Wichtig vorab: Alle Zahlen in diesem Artikel sind Beispielwerte zur Veranschaulichung. Deine echten Werte hängen von deinem Produkt, deiner Lieferkette und deiner Nachfrage ab. Verbindlich sind immer die tatsächlichen Daten aus deinem Seller Central und von deinem Lieferanten.

Stockout ist teurer als er aussieht
Ein leerer Bestand kostet dich nicht nur den entgangenen Umsatz während der Ausverkaufsphase. Amazon straft die unterbrochene Verkaufshistorie oft mit schlechterem Ranking ab – die eigentlichen Kosten entstehen also erst, wenn du dich danach wieder hocharbeiten musst.

Die wichtigsten Begriffe der Bestandsplanung

Bevor wir in die Formeln einsteigen, klären wir die vier zentralen Begriffe. Wenn du diese verinnerlicht hast, ergeben sich die Berechnungen fast von selbst.

1
Nachbestellpunkt (Reorder Point)
Der Bestandslevel, bei dem du spätestens nachbestellen musst, damit die neue Ware ankommt, bevor der alte Bestand aufgebraucht ist.
2
Sicherheitsbestand (Safety Stock)
Ein Pufferbestand für unerwartete Nachfragespitzen oder Lieferverzögerungen. Er verhindert, dass kleine Schwankungen sofort zum Stockout führen.
3
Lieferzeit (Lead Time)
Die gesamte Zeit von der Bestellung bis zur verkaufsfertigen Einlagerung – inklusive Produktion, Transport und bei FBA der Einlagerung im Amazon-Lager.
4
Reichweite (Days of Supply)
Wie viele Tage dein aktueller Bestand bei gleichbleibendem Absatz noch reicht. Die wichtigste Kennzahl für deinen täglichen Blick auf die Tabelle.
Lieferzeit realistisch ansetzen
Rechne die Amazon-Einlagerung mit in deine Lieferzeit ein. Zwischen Wareneingang im Fulfillment-Center und dem Zeitpunkt, ab dem ein Artikel wirklich verkäuflich ist, können mehrere Tage liegen. Wer nur die reine Transportzeit ansetzt, plant zu knapp.

Schritt 1: Durchschnittlichen Tagesabsatz berechnen

Die Basis jeder Bestandsplanung ist dein durchschnittlicher Tagesabsatz. Alle weiteren Formeln bauen auf dieser einen Zahl auf. Als zuverlässiges Fundament nimmst du am besten die Verkäufe der letzten 30 Tage und teilst sie durch 30.

Die einfache Excel-Formel dafür lautet: =SUMME(Verkäufe_30_Tage)/30. Verkaufst du in 30 Tagen 300 Einheiten, ergibt das 10 Einheiten pro Tag.

Wenn dein Absatz einen klaren Trend hat – etwa weil das Produkt gerade anzieht oder in eine Saison hineinläuft – ist ein simpler Durchschnitt trügerisch, weil er ältere, niedrigere Tage gleich stark gewichtet wie die jüngsten. Dann arbeitest du besser mit einem gewichteten Durchschnitt, der die letzten Tage stärker berücksichtigt: =SUMMENPRODUKT(Verkäufe;Gewichtung)/SUMME(Gewichtung). Als Gewichtung kannst du zum Beispiel den jüngsten Wochen höhere Faktoren geben.

Für saisonale Artikel lohnt sich zusätzlich ein Blick auf den Vorjahreszeitraum, falls du diese Daten hast. So erkennst du, ob der aktuelle Absatz normal ist oder bereits durch einen Saisoneffekt verzerrt wird.

Schritt 2: Bestandsreichweite (Days of Supply) ermitteln

Sobald du den Tagesabsatz kennst, ist die Reichweite trivial: Du teilst deinen aktuellen Bestand durch den durchschnittlichen Tagesabsatz. Die Formel lautet =Aktueller_Bestand/Durchschnittlicher_Tagesabsatz.

Beispiel: 250 Einheiten auf Lager geteilt durch 10 verkaufte Einheiten pro Tag ergeben eine Reichweite von 25 Tagen. Diese eine Zahl sagt dir sofort, ob du entspannt sein kannst oder handeln musst.

Als Faustregel sollte deine Reichweite immer mindestens die Lieferzeit plus die Sicherheitsbestand-Tage abdecken. Bei FBA fahren viele Seller mit einem Zielkorridor von rund 30 bis 45 Tagen Reichweite gut – genug Puffer gegen Schwankungen, ohne unnötig viel Kapital und Lagergebühren zu binden. Der passende Wert für dich hängt aber von deiner konkreten Lieferzeit und Nachfrage ab.

Reichweite ist eine Momentaufnahme
Die Reichweite basiert auf dem bisherigen Durchschnitt. Zieht deine Nachfrage plötzlich an, schrumpft die reale Reichweite schneller, als die Tabelle zeigt. Prüf die Kennzahl deshalb regelmäßig, besonders vor Aktionstagen und in deiner Saison.

Schritt 3: Nachbestellpunkt und Sicherheitsbestand festlegen

Der Nachbestellpunkt ist der Bestandswert, bei dessen Unterschreiten du eine Nachbestellung auslöst. Die einfache Formel: =Tagesabsatz * (Lieferzeit + Sicherheitsbestand_Tage). Verkaufst du 10 Einheiten pro Tag, liegt die Lieferzeit bei 21 Tagen und willst du 7 Tage Sicherheitsbestand halten, ergibt das 10 × (21 + 7) = 280 Einheiten. Fällt dein Bestand auf oder unter 280, wird bestellt.

Für den Sicherheitsbestand selbst gibt es zwei Ansätze. Die einfache Variante: =Tagesabsatz * Safety_Faktor, wobei der Safety-Faktor typischerweise zwischen 0,2 und 0,5 liegt, also 20 bis 50 Prozent des Bedarfs während der Lieferzeit abdeckt. Je unzuverlässiger deine Lieferkette oder je schwankender deine Nachfrage, desto höher wählst du den Faktor.

Wer es statistisch fundierter mag, nutzt eine erweiterte Formel, die die Schwankung deiner Verkäufe direkt einbezieht: =NORM.INV(Service_Level;0;1) * STABW(Tagesabsätze) * WURZEL(Lieferzeit). Der Service_Level ist dabei die gewünschte Lieferbereitschaft, zum Beispiel 0,95 für 95 Prozent. Je stärker deine Tagesabsätze schwanken, desto größer wird der empfohlene Puffer – genau so soll es sein.

Optional kannst du auch die wirtschaftlich optimale Bestellmenge (EOQ) berechnen, die Bestell- und Lagerkosten ausbalanciert: =WURZEL((2 * Jahresabsatz * Bestellkosten) / (Stückkosten * Lagerhaltungskosten%)). Für viele kleinere Seller ist das eher eine Feinjustierung – der Nachbestellpunkt ist der wichtigere Hebel.

Saisonalität und Nachfragespitzen einplanen

Starre Durchschnittswerte sind der häufigste Grund für Fehlplanungen. Ein Grillzubehör-Artikel verkauft sich im Juni völlig anders als im Dezember, und ein Adventskalender braucht seinen kompletten Jahresbestand in wenigen Wochen. Wenn du deine 30-Tage-Zahlen einfach fortschreibst, planst du entweder in der Nebensaison zu viel oder rennst in der Hochsaison in den Stockout.

Der praktikabelste Weg in Excel ist ein Saisonfaktor: Du hinterlegst pro Monat einen Multiplikator, der deinen Basis-Tagesabsatz nach oben oder unten korrigiert. Ein Faktor von 1,0 bedeutet Normalnachfrage, 1,8 bedeutet 80 Prozent mehr Absatz, 0,6 bedeutet 40 Prozent weniger. Diese Faktoren leitest du idealerweise aus deinen Vorjahresdaten ab.

Rechne außerdem die Lieferzeit rückwärts. Wenn deine Hochsaison im November beginnt und deine Lieferzeit inklusive Einlagerung sechs Wochen beträgt, muss die Bestellung spätestens Mitte September raus. Rund um große Aktionstage kommen zwei Effekte zusammen: Die Nachfrage steigt, und gleichzeitig sind Produktion und Versand oft ausgelastet, was die Lieferzeiten zusätzlich verlängert. Plane hier bewusst konservativer.

Saison rückwärts rechnen, nicht vorwärts
Die häufigste Saison-Falle: zu spät bestellen. Nimm den Termin, an dem die Ware verkäuflich sein muss, und ziehe die volle Lieferzeit inklusive Puffer davon ab. Dieser Stichtag – nicht dein Bauchgefühl – bestimmt, wann die Bestellung rausgehen muss.

Rechenbeispiel: Eine komplette Planung durchgerechnet

Rechnen wir die Logik einmal komplett durch. Alle Werte hier sind ausdrücklich Beispielwerte zur Veranschaulichung – setze für deine echte Planung deine eigenen Zahlen ein.

Angenommen, du verkaufst in den letzten 30 Tagen 300 Einheiten eines Artikels. Dein Tagesabsatz beträgt damit 300 / 30 = 10 Einheiten pro Tag. Deine Lieferzeit inklusive Amazon-Einlagerung liegt bei 21 Tagen, und du möchtest 7 Tage Sicherheitsbestand halten.

Nachbestellpunkt: 10 × (21 + 7) = 280 Einheiten. Sobald dein Bestand auf 280 fällt, musst du bestellen. Hast du aktuell 250 Einheiten im Lager, liegst du bereits unter dem Nachbestellpunkt – höchste Zeit für die Order. Deine Reichweite beträgt 250 / 10 = 25 Tage, also weniger als deine 21 Tage Lieferzeit plus 7 Tage Puffer. Es wird knapp.

Wie viel bestellst du? Ein einfacher Ansatz für das Auffüllen auf rund 45 Tage Zielreichweite: Zielbestand minus aktueller Bestand, also (10 × 45) − 250 = 200 Einheiten. Damit wärst du nach Wareneingang wieder komfortabel im grünen Bereich. Ob 45 Tage für dich die richtige Zielgröße sind, hängt von deiner Kapitaldecke, deinen Lagergebühren und deiner Nachfrage ab.

Für die Cashflow-Seite rechnest du die Kapitalbindung mit =Bestand * Einkaufspreis und die Kosten der nächsten Bestellung mit =Bestellmenge * Einkaufspreis + Versandkosten + Zoll. So siehst du nicht nur, wann du bestellen musst, sondern auch, ob dein Cashflow die Order trägt.

Beispielwerte, kein Rechtsstand
Alle Zahlen oben dienen nur der Veranschaulichung. Deine tatsächlichen Lieferzeiten, Gebühren und Zollsätze findest du verbindlich in deinem Seller Central bzw. bei deinem Lieferanten und Spediteur. Dieser Artikel ersetzt keine Steuer- oder Zollberatung.

Das Template und das Ampel-System aufbauen

Damit du nicht jede SKU einzeln durchrechnest, baust du dir eine Tabelle mit einer Zeile pro Artikel und den Formeln in den Spalten. So genügt ein Blick, um zu sehen, wo Handlungsbedarf besteht. Die Formeln unten beziehen sich jeweils auf Zeile 2 und werden nach unten kopiert.

Ein Ampel-System über die bedingte Formatierung macht die Tabelle auf einen Blick lesbar. Du färbst die Reichweite-Spalte je nach Zustand ein: Rot, wenn die Reichweite unter die Lieferzeit fällt (=G2=45).

Zum Automatisieren der Datenpflege exportierst du wöchentlich den FBA-Inventory-Report und die Business Reports aus Seller Central. Mit Power Query lässt sich der Import weitgehend automatisieren, mit Pivot-Tabellen analysierst du schnell nach Kategorie oder Saison. So bleibt der manuelle Aufwand gering. Die folgende Spaltenstruktur hat sich bewährt:

1
Spalte C: Aktueller Bestand
Import aus dem FBA-Inventory-Report.
2
Spalte D: Verkäufe 30 Tage
Import aus den Business Reports.
3
Spalte E: Ø Tagesabsatz
=D2/30
4
Spalte F: Lieferzeit (Tage)
manuell pro Produkt gepflegt.
5
Spalte G: Reichweite (Tage)
=C2/E2
6
Spalte H: Nachbestellpunkt
=E2*(F2+7)
7
Spalte I: Status
=WENN(C2<H2;"BESTELLEN";"")
8
Spalte J: Bestellmenge
=WENN(I2="BESTELLEN";E2*45-C2;0)

Häufige Fehler bei der Bestandsplanung

Diese Stolpersteine sehen wir immer wieder – und sie sind fast alle leicht zu vermeiden, wenn du sie kennst.

1
Nur den reinen Durchschnitt nutzen
Ein starrer 30-Tage-Schnitt ignoriert Trends und Saison. Ergänze Gewichtung und Saisonfaktoren, statt dich blind auf einen Mittelwert zu verlassen.
2
Lieferzeit zu knapp ansetzen
Wer nur die Transportzeit rechnet und Produktion sowie Amazon-Einlagerung vergisst, plant zu spät. Setze die volle Durchlaufzeit an.
3
Sicherheitsbestand weglassen
Ohne Puffer führt jede kleine Nachfragespitze oder Lieferverzögerung direkt zum Stockout. Ein Puffer kostet etwas Kapital, aber deutlich weniger als ein leeres Angebot.
4
Cashflow ignorieren
Ein voller Nachbestellpunkt nützt nichts, wenn das Geld für die Order fehlt. Plane Kapitalbindung und Bestellkosten mit ein.
5
Tabelle nicht pflegen
Eine Bestandstabelle ist nur so gut wie ihre Daten. Ohne regelmäßige Aktualisierung triffst du Entscheidungen auf veralteter Basis.

Fazit: Vom Excel-Start zur automatisierten Planung

Mit den gezeigten Formeln hast du eine solide Grundlage für dein Bestandsmanagement: Du berechnest deinen Tagesabsatz als Basis, leitest daraus Reichweite und Nachbestellpunkt ab, legst einen Sicherheitsbestand fest und berücksichtigst Saisonalität. Ein Ampel-System sorgt für den schnellen Überblick, und die Cashflow-Formeln stellen sicher, dass jede Bestellung auch finanzierbar ist.

Excel ist für den Start hervorragend – ehrlich gesagt sogar besser, als viele denken. Doch mit wachsendem Sortiment stößt die Tabelle an Grenzen: Ab vielen Dutzend oder über hundert SKUs wird die manuelle Pflege fehleranfällig und zeitraubend, und jeder vergessene Report-Export kann eine Fehlentscheidung nach sich ziehen.

Genau an diesem Punkt lohnt sich Automatisierung. Das Bestandsmanagement von Sellercore synchronisiert sich direkt mit deinen Amazon-Daten, berechnet Reichweite und Nachbestellpunkte automatisch und warnt dich rechtzeitig vor Stockouts – ohne wöchentliche Excel-Exporte. So behältst du auch bei großem Sortiment den Überblick und kannst dich auf das Wachstum konzentrieren.

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Häufige Fragen

Reicht Excel für die Bestandsplanung bei Amazon aus?
Für den Einstieg und kleinere Sortimente reicht eine gut aufgebaute Excel- oder Google-Tabelle mit den gezeigten Formeln vollkommen aus. Du planst damit Reichweite, Nachbestellpunkt und Sicherheitsbestand zuverlässig. Ab vielen Dutzend SKUs wird die manuelle Pflege allerdings aufwändig und fehleranfällig – dann lohnt sich ein Tool, das sich automatisch mit deinen Amazon-Daten synchronisiert.
Wie berechne ich den Nachbestellpunkt?
Der Nachbestellpunkt ergibt sich aus Tagesabsatz mal (Lieferzeit plus Sicherheitsbestand-Tage). Beispiel: Bei 10 Einheiten pro Tag, 21 Tagen Lieferzeit und 7 Tagen Puffer sind das 10 × (21 + 7) = 280 Einheiten. Sobald dein Bestand diesen Wert erreicht oder unterschreitet, solltest du nachbestellen. Die genauen Werte hängen von deinem Produkt und deiner Lieferkette ab.
Wie viel Sicherheitsbestand sollte ich einplanen?
Einfach gerechnet nimmst du 20 bis 50 Prozent des Bedarfs während der Lieferzeit als Puffer. Je schwankender deine Nachfrage und je unzuverlässiger deine Lieferkette, desto höher wählst du den Faktor. Statistisch fundierter arbeitest du mit der Standardabweichung deiner Tagesabsätze und einem Service-Level, etwa 95 Prozent, um den Puffer an deine tatsächliche Schwankung anzupassen.
Wie plane ich saisonale Schwankungen richtig?
Hinterlege pro Monat einen Saisonfaktor, der deinen Basis-Tagesabsatz nach oben oder unten korrigiert, idealerweise abgeleitet aus deinen Vorjahresdaten. Wichtig ist, die Lieferzeit rückwärts zu rechnen: Vom Termin, an dem die Ware verkäuflich sein muss, ziehst du die volle Lieferzeit inklusive Puffer ab. Rund um Aktionstage solltest du zusätzlich konservativer planen, weil auch Lieferzeiten länger werden.
Woher bekomme ich die Daten für meine Bestandstabelle?
Deinen aktuellen Bestand exportierst du aus dem FBA-Inventory-Report, deine Verkäufe aus den Business Reports in Seller Central. Verbindlich sind immer die Live-Daten in deinem Seller Central. Mit Power Query kannst du den wöchentlichen Import in Excel weitgehend automatisieren, sodass sich der manuelle Aufwand in Grenzen hält.
MK
Markus Klein · Head of Content
Schreibt bei Sellercore über Amazon-Strategie, Automatisierung und E-Commerce.

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