Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzregeln aus Artikel 50 des EU AI Act: Wer einen KI-Chatbot einsetzt, muss offenlegen, dass Nutzerinnen und Nutzer mit einer KI sprechen, und KI-generierte Inhalte müssen maschinenlesbar markiert werden. Für Seller heißt das konkret, dass KI-Support-Bots im Shop und KI-Texte oder -Bilder eine klare Kennzeichnung brauchen, wobei bestehende Systeme für die Wasserzeichen-Pflicht bis 2. Dezember 2026 Zeit haben (Quelle als Malwarebytes).
Ab dem 12. August 2026 gilt die EU-Verpackungsverordnung PPWR direkt in allen 27 Mitgliedsstaaten. Seller müssen in jedem Land, in dem sie verpackte Ware verkaufen, eine gültige EPR-Registrierungsnummer nachweisen und diese über die Seller-Central-Compliance einreichen; fehlt der Nachweis, kann Amazon betroffene Listings einschränken oder den Verkauf stoppen. Da die Registrierung in einigen Märkten drei bis sechs Monate dauern kann, drängt die Zeit (Quelle als Forest Shipping).
Mit dem Ende der 150-Euro-Zollfreigrenze ist keine Warensendung an einem deutschen Grenzpunkt mehr von einer vollständigen Zollanmeldung ausgenommen. Für Seller bedeutet das komplette elektronische Dokumentation, geprüfte Warenwerte und eine Tarifierung auf HS6-Ebene, bevor Ware im Fulfillment-Center ankommt, also mehr Vorlaufzeit und sauberere Lieferantendaten (Quelle als FLEX Logistik).
Amazon hebt seine FBA-Gebühren 2026 an: In der US-Gebührenordnung steigt die Fulfillment-Gebühr im Schnitt um rund 8 Cent pro Einheit ab dem 15. Januar 2026, Multi-Channel-Fulfillment legt im Schnitt um 0,30 USD und Buy with Prime um 0,24 USD zu. Auch wenn Amazon die Erhöhung als unter der Inflation liegend einordnet, bleibt für Seller die Kernaufgabe gleich: Gebühren, Lagerumschlag und Kalkulation eng führen (Quelle als Modern Retail).